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Der Traum vom eigenen Autohaus

1965

Mit Ersparnissen von 3.000,- DM, einem elf Monate altem Sohn und einer noch nicht geborenen Tochter, starteten wir, Klaus und Birgit Gott, am 19.11.1965 in unsere Selbständigkeit. Wir begannen in Landshut mit einer Fina-Tankstelle. Unglücklicherweise lag diese ziemlich abgelegen an der einzigen Straße zur Halbinsel Mitterwöhr. Gepaart mit unserer völligen Unbedarftheit in Geschäftsdingen, war es kein guter Start und nach zehn Monaten bekamen wir die Kündigung.

1967

Um jede Menge Erfahrung und um ein Kind reicher, versuchten wir es noch einmal. Wir eröffneten am 2. Januar 1967 eine Total-Tankstelle in München Waldperlach. Ohne Wohnung und ohne Geld. Am ersten Tag froren wir, da wir kein Heizöl hatten, und so waren wir selbst unser bester Kunde, indem wir Diesel verheizten.
Von den Nachbarn erfuhren wir, dass wir innerhalb der letzten zwei Jahre bereits die vierten Pächter waren. Alle waren in Konkurs gegangen. Trotz dieser "rosigen" Aussichten, packten wir mit viel Mut und Fleiß an und überstanden die ersten Jahre.

1973

Während der Ölkrise 1973 mußte, um den Untergang zu verhindern, unbedingt etwas passieren. Nach zähen Verhandlungen erhielten wir, obwohl wir nur eine kleine Tankstelle mit einer Waschhalle hatten, einen DAF-Vertrag. DAF war ein holländisches Fabrikat mit zwei Modellen in drei Farben. Aber diese Fahrzeuge hatten eine bestechende Automatik, die Variomatik genannt wurde (mit Fliehkraftkupplung).
Nach dem ersten verkauften Fahrzeug fühlten wir uns wie die Könige. Es folgten viele und wir dachten, nun geht es aufwärts.

1975

wurde DAF von Volvo übernommen. Da es bereits in Ottobrunn einen Volvohändler gab, hatten wir keine Chance auf einen Volvo-Händlervertrag. Was nun? Klaus Gott fuhr nach Frankfurt auf die IAA und kam mit der Überzeugung zurück: Toyota muß es sein. Der Toyota Celica hatte es ihm angetan und so bemühten wir uns um einen Händlervertrag. Der Außendienstmitarbeiter von Toyota fuhr x-mal an unserer Tankstelle vorbei und dachte, hier kann es ja wohl nicht sein. Endlich wagte er sich in den Minibetrieb und meinte: "Nein Kinder, hier könnt ihr keinen Vertrag bekommen". Doch nach dem Studium der DAF-Verkaufszahlen kam er zu dem Schluss: "Wer so gut DAF verkaufen kann, der kann auch Toyota vermarkten". Und so begann mit dem Toyota-Unterhändlervertrag vom 1.12.1975 eine neue Ära.

1979 - 1981

Ein roter Celica war der Auftakt, und es folgten viele. Der nächste Sprung war die Schließung der Tankstelle in München Waldperlach und die Eröffnung des Toyota- Betriebes in Ottobrunn in der Rosenheimer Landstraße am 10.03.1979. Doch bald waren diese Räume zu klein und wir suchten die Möglichkeit zu wachsen. Wir übernahmen 1980 einen Toyota-Betrieb in Hofolding und 1981 einen Ausstellungsraum im Münchner Motorama, der uns viele neue Kunden brachte, aber leider auch viele neue Probleme. Mit Stolz präsentierten wir dort, phantasievoll dekoriert und mit außergewöhnlichen Werbeaktionen unsere Fahrzeuge.

1984

Das zeigte Früchte, und kurz über lang reichten die Werkstätten in der Rosenheimer Landstraße und in Hofolding nicht mehr aus. Der Familienrat tagte (jetzt mit den schon erwachsenen Kindern) und wir kamen überein, dass wir weiter wachsen müssen. Wir suchten und fanden in Riemerling unseren jetzigen Standort. Am 22.9.84 faßten wir den gesamten Werkstattbetrieb dort zusammen. Hofolding wurde vermietet und an der Rosenheimer Landstraße verblieb der Verkauf.

1990

In den 90er Jahren verschärfte sich der Wettbewerb. Durch eine freiwillige Selbstbeschränkung konnte Toyota nicht genügend Fahrzeuge ausliefern und wieder einmal hatten wir zu kämpfen. Der Toyota Mietkostenzuschuß für das Motorama wurde eingestellt und das Image des Motoramas war durch die verschiedensten Gründe am Ende. Daher schlossen wir das Motorama und suchten uns einen zweiten Betrieb. Nahe genug, um uns gegenseitig helfen zu können, jedoch weit genug auseinander, um sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen. Gedacht war für jedes der Kinder ein eigener Betrieb. Gesagt, getan.

1994

Am 12. März 1994 eröffneten wir in Vaterstetten unser zweites Geschäft.
Geplant war, dass unsere Tochter Sabine den Vaterstettener Betrieb übernimmt und Sohn Jürgen Ottobrunn. Doch es geht wohl anders als man meint. Sabine wurde 1998 glückliche Mama und zog sich erstmal zurück und unterstützt uns seitdem von zu Hause aus. Jürgen ist ins kalte Wasser gesprungen und startete vom KFZ-Meister zum Kopf des Ganzen durch. Er leitete von 1998 bis 2008 seinen Vaterstettener Betrieb mit inzwischen 13 Mitarbeitern.

 

 

 

1999 - 2006

Der Verkaufsplatz in der Rosenheimer Landstraße wurde 1999 aufgegeben und nach dem ersten Umbau in Riemerling zog dort die Verkaufsmannschaft ein. Der Druck von Toyota und unser Wunschbild vom "richtigen" Autohaus ließ uns die Entscheidung treffen, nach fast vierzig Jahren unser Erspartes wiederum anzugreifen und nochmals zu bauen. Am 16.9.2005 konnten wir mit dem Fest der Sinne unsere neue Ausstellungshalle und unser 40-jähriges Betriebsjubiläum feiern.

Doch wieder war der Parkplatz zu klein. Also haben wir das Nachbargelände angemietet. Um die Kosten aufzufangen, haben wir seit dem 01.01.2006 als Zusatzmarke Daihatsu mit ins Programm genommen. Die Entscheidung für Daihatsu fiel uns leicht: Daihatsu gehört zu 51% Toyota. Die Philosophie ist gleich und die Technik ähnlich. Dass zudem die Firmenfarben zueinander passen, war noch das Tüpfelchen auf dem i.

2009

Im September 2009 übergab unsere Chefin Birgit Gott nach 44 arbeitsreichen Jahren die Geschäftsführung an ihren Sohn Jürgen Gott. Seither arbeitet sie ein bisschen weniger und hauptsächlich im Hintergrund. 

2012

Im Januar 2011 informierte uns Daihatsu über die Einstellung des Neuwagenverkaufes in ganz Europa. Diese Nachricht hat uns bewogen, uns nach einer zusätzlichen Markenvertretung umzusehen. Nach vielen Überlegungen haben wir uns für den japanischen Hersteller Nissan entschieden. Ab dem 1. Januar 2012 wurden wir Nissan-Werkstattpartner und am 17. März eröffnete in der Otto-Hahn-Str. 11 der Nissan-Ausstellungsraum mit einer großen Eröffnungsfeier seine Pforten. 

2013

Nach 19 Jahren schließen wir unsere Zweigstelle Vaterstetten. Lange haben wir nach Lösungen für die knappe Parkplatzsituation, und die schwierige Ein- und Ausfahrt dort gesucht. Als nun auch noch Renovierungsarbeiten anstanden, haben wir uns entschieden, diesen Standort zu schließen und stattdessen unsere Kräfte in Ottobrunn-Riemerling zu bündeln. Dort entstanden auf der gegenüberliegenden Straßenseite neue Räume für unsere Fahrzeugaufbereitung, mehr Ausstellungsfläche und eine neue Waschanlage mit biologischer Wasseraufbereitungsanlage. Die Karosserieabteilung wurde erweitert und neu ausgestattet. Die Mitarbeiter aus Vaterstetten sind umgezogen und so konnten auch unsere Kunden aus Vaterstetten ihre bekannten Ansprechpartner wieder finden.

heute

Seit 50 Jahren stehen wir, die Familie Gott, im Dienste der Autofahrer. Stets sind wir unserem Slogan "korrekt und zuverlässig, freundlich und hilfsbereit" treu geblieben. Wir danken allen, die uns auf diesem Weg freundschaftlich begleitet haben und freuen uns, wenn wir auch Sie in Zukunft zu unseren zufriedenen Kunden zählen können.